DRAFT v1 · interner Review-Stand für Phil Simonet · Texte und Zahlen zur Freigabe, noch nicht live · Stand 09.07.2026
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Ein Ernährungssystem, das auch morgen trägt.

Warum es die Blaue Landwirtschaft braucht, was sie löst und warum gerade jetzt der richtige Moment ist.

Das Problem

Die Schweiz hat ein leistungsfähiges Ernährungssystem. Bei Fisch und aquatischen Lebensmitteln ist sie jedoch stark vom Ausland abhängig. Rund 95 Prozent des konsumierten Fisches stammen aus Importen. Gleichzeitig nehmen verwundbare globale Lieferketten, geopolitische Spannungen, Naturereignisse, Handels- und Währungsrisiken sowie der Druck auf natürliche Ressourcen zu. Die Zahl der Berufsfischer sinkt seit Jahrzehnten. Mit jedem aufgegebenen Betrieb gehen Wissen, Infrastruktur und regionale Wertschöpfung verloren.

Die Lösung

Blaue Landwirtschaft Schweiz schafft die Grundlage für eine neue Form der Zusammenarbeit. Über eine genossenschaftlich getragene Plattform verbinden sich Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist, Daten, Wissen und Erfahrung zu bündeln, Investitionen mit Planungssicherheit zu mobilisieren und die heimische Fisch- und Aquatikwirtschaft Schritt für Schritt aufzubauen.

Warum jetzt

Die kommenden Jahre entscheiden, wie widerstandsfähig und selbstbestimmt die Schweizer Lebensmittelversorgung künftig ist. Das Konsumverhalten verändert sich, regionale Herkunft und Transparenz gewinnen an Bedeutung. Potenzielle Partner, Kompetenzen und Technologien sowie eine mehrheitsfähige Politik sind vorhanden. Jetzt besteht die Chance, die Weichen zu stellen.

Warum diese Form

Die bestehenden Organisationen und Marktakteure erfüllen heute klar definierte Aufgaben. Was fehlt, ist ein integrativer, neutraler Partner mit Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette. Genau diese Rolle übernimmt die Initiative. Sie ersetzt weder Verbände noch Behörden. Sie schliesst komplementär die Lücke zwischen Interessenvertretung, Forschung, Politik und operativer Umsetzung.

Die ganze Wertschöpfungskette

Ein Kreislauf, der zusammenhält.

GENOSSENSCHAFT
  • Produktion. Nachhaltige Aquakultur und Aquaponik in modernen Kreislaufanlagen.
  • Verarbeitung. Regionale Wertschöpfung entlang klarer Qualitätsstandards.
  • Vermarktung. Nationale Kommunikation und Absatzförderung für Schweizer Fisch.
  • Konsum. Gastronomie, Handel, Gemeinden und Private als starke Nachfrage.
  • Kreislauf & Nachhaltigkeit. Ressourcen schonen, Seen und Flüsse entlasten.
  • Zukunft gestalten. Wirkung messen, Wissen teilen, Strukturen weiterentwickeln.
Absicht & Aufgaben

Was wir gemeinsam bewegen.

Die Genossenschaft Blaue Landwirtschaft verfolgt das Ziel, die Schweizer Fisch- und Aquatikwirtschaft gemeinsam mit ihren Mitgliedern, Partnern und Institutionen nachhaltig weiterzuentwickeln. Sie verbindet Akteure, initiiert Innovationen und setzt Projekte um.

1

Machbarkeitsstudien und nachhaltige Innovationsprojekte entwickeln.

2

Nationale Marketing-, Kommunikations- und Absatzförderung koordinieren.

3

Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv vertreten.

4

Branchenübergreifende Partnerschaften und Kooperationen aufbauen.

5

Gemeinsame Projekte und Investitionen initiieren und umsetzen.

6

Versorgungssicherheit und nachhaltige Wertschöpfung stärken.

7

Verbindlichkeit durch die genossenschaftliche Organisation schaffen.

8

Soziale, fachliche und wirtschaftliche Kräfte für gemeinsame Wirkung bündeln.

Wie wir Wirkung messbar machen